Rekonditionierer von IBC-Containern und Fässern brauchen leistungsfähige Prozesswasser-Aufbereitung
Vakuumdestillation als zukunftsweisendes Verfahren Beim Reinigen von leeren Industriegebinden wie Kanistern, Fässern oder IBC-Containern fallen große Mengen an Abwasser an. Bei Neuplanungen der Prozesswasser-Aufbereitung setzen Rekonditionierer immer häufiger auf moderne Vakuumdestillationsanlagen. Die beim Reinigen entstehenden Prozesswässer beinhalten eine kaum überschaubare Anzahl von Verunreinigungen und stellen daher besondere Herausforderungen an ein Aufbereitungssystem. Je nach Kundenkreis variieren die Verunreinigungen und damit auch die Zusammensetzung der anfallenden Waschwässer. Die Palette der möglichen Inhaltstoffe ist entsprechend vielfältig und spiegelt das ganze Spektrum aller in den Gebinden transportierten Substanzen wieder.
ür die Fass-Braun GmbH in Hagen stand im Jahr 2004 fest, dass die teure Entsorgung der Abwässer durch eine eigene, wirtschaftliche Aufbereitung ersetzt werden musste. Herr Nitsche, Betriebsleiter der Fass-Braun GmbH hatte klare Vorstellungen, als er sich 2004 für eine neue Prozesswasser-Aufbereitung entschied. An oberster Stelle standen folgende Punkte im seinem Pflichtenheft:
Auf den ersten Blick schienen diese Forderungen in einem einzigen System unvereinbar. Die bekannten klassischen Verfahren wie die chemisch/physikalische Aufbereitung basieren auf dem Einsatz von Spalt- oder Flockungschemikalien, haben einen erheblichen Personalbedarf, eine eingeschränkte Prozesssicherheit bei häufig wechselnden Inhaltstoffen und erlauben in der Regel keine Kreislaufführung und somit keine Abwasserfreiheit. Membranfiltrationsverfahren ermöglichen hingegen einen reduzierten Einsatz von Chemikalien. Sie tragen aber das bekannte Risiko der Membranverblockung und haben daraus resultierend einen hohen Personaleinsatz und hohe Betriebskosten. Durch die Aufsalzung ist eine Wiederverwendung des gereinigten Wassers auch nur kurzfristig möglich. Dem Betriebsleiter der Fass-Braun GmbH boten die bekannten Verfahren daher nicht die geeignete Lösung, hätten sie für ihn doch zu viele Kompromisse in Hinblick auf sein Pflichtenheft bedeutet. Bei seiner Marktrecherche fiel die H2O GmbH aus Steinen durch ihre VACUDEST®-Baureihe mit einzigartigen technischen Merkmalen deutlich auf (siehe nachfolgende Tabelle).
Praxistest zeigte technische Unterschiede Herr Nitsche wollte sich aber nicht alleine auf die Aussagen der Hersteller und Kollegen der Partnerfirmen verlassen. In wochenlangen Tests verglich er die Destillationsanlagen verschiedener Hersteller in seinem Betrieb unter Praxisbedingungen. Hierbei zeigte sich, dass moderne Vakuumdestillationsanlagen hervorragend für die Prozesswasseraufbereitung eines Rekonditionierers geeignet sind, wenn man folgendes beachtet:
Vakuumdestillationsanlagen sind keine Allesfresser Niedrigsieder wie einige Lösemittel sowie wasserdampfflüchtige Substanzen können physikalisch bedingt über die Destillation nicht abgetrennt werden. Partikel und Schlämme sowie frei Ölphasen sollten ferner vor der Aufbereitung weitestgehend abgeschieden werden. Bandfilter und Ölabscheider bieten hierzu in der Regel eine einfache und geeignete Lösung. Wässer mit höher korrosiven, extrem belagbildenden, oder unter Temperatureinfluss polymerisierenden Inhaltstoffen müssen unter Umständen separat entsorgt werden.
H2O GmbH bietet alles aus einer Hand Neben der eindeutigen technischen Überlegenheit der VACUDEST®-Anlagen bietet die H2O GmbH schlüsselfertige Gesamtlösungen aus einer Hand. Ein Team von Ingenieuren projektiert kundenspezifische Lösungen auf Basis der VACUDEST®-Baureihe. Ob Sammeltanks, Pumpen, Vor- und Nachbehandlungsstufen, was auch immer benötigt wird, plant, baut und liefert die H2O GmbH. Das folgende Schema (Bild 2) zeigt beispielhaft ein Gesamtkonzept mit VACUDEST® sowie Sammeltanks für das aufzubereitende Prozesswasser, den Aufbereitungsrückstand und das Destillat. Zusätzlich enthalten sind ein Bandfilter und Ölskimmer zur Vorbehandlung des aufzubereitenden Prozesswassers sowie ein Restölabscheider zur Destillatnachbehandlung. Auf Wunsch werden die Systeme schlüsselfertig beim Kunden aufgebaut. H2O-Servicetechniker nehmen die Anlage in Betrieb, schulen den Kunden und bieten qualifizierten Service über die gesamte Nutzungszeit der Anlage.
Die Fass-Braun GmbH hat sich nach den Praxistests mit Versuchsanlagen mehrerer Hersteller im Herbst 2004 für den Kauf einer VACUDEST® 250 entschieden. Die VACUDEST® 250 ist eine von 15 Baugrößen, die die H2O GmbH anbietet. Der aktuelle Leistungsbereich der Baureihe erstreckt sich von 20 bis 2000 l/h Aufbereitungsleistung.
Das gereinigte Wasser hat eine sehr gute Qualität und kann dadurch vollständig in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Die Rückstandmengen aus der Aufbereitung betragen je nach Verschmutzung im Zulauf deutlich unter 15 %. Der Aufbau des Gesamtsystems ist kompakt und macht einen hervorragenden Eindruck (siehe Bild 1). Die VACUDEST® 250 hat im Praxisbetrieb seit Herbst 2004 alle Erwartungen vollstens erfüllt. Auf Grund der guten Erfahrungen mit der H2O will Herr Nitsche zukünftig auch andere Abwasserströme aus der Produktion mit der VACUDEST® aufbereiten. Hierzu hat die Fass-Braun GmbH Mitte 2006 eine neue VACUDEST® 1.000 bestellt. Dass es wieder eine H2O-Anlage wurde, war für die Fass-Braun GmbH keine Frage. Autor:
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